YOOtheme

SAN NICOLA

Die San Nicola Kirche in Assenza stammt etwa aus dem 11. / 12. Jh. und wird neben anderen Kapellen der Pieve von Malcesine bereits 1159 in einer Bulle von Papst Hadrian IV.  erwähnt.
San Nicola (der Hl. Nikolaus), Bischof von Mira,  gilt als Schutzpatron der Fischer und Seeleute.
In ihrer ursprünglichen einschiffigen Form mit halbkreisförmiger Apsis und einfacher Fassade dürfte sie den anderen Kapellen im Gardaseegebiet  ähnlich gewesen sein.
Später wurde dann der Altarraum gegen Osten zu verlängert und im Lauf des 15. Jh. der Innenraum in westlicher und dem Grundriß des Kirchturms entsprechend auch in südlicher Richtung erweitert. Die Fassade wurde in jüngerer Zeit mit Fenster und Eingangs- Portal im  neugotischen Stil umstrukturiert.
Der einschiffige Innenraum mit seinen beiden gotischen Bögen aus dem 15. Jh. Verjüngt sich auf Höhe des Campanile zu einem rechteckigen Chorraum. Die Altartafel aus dem 16. Jh. zeigt die Madonna mit dem Jesuskind zwischen den Heiligen Nicola und Antonio Abate; auf dem Altarbild über dem südlichen Seitenalter ist der Heilige Franziskus beim Empfang der Stigmata Christi zu sehen.
Zu dem kleinen ehemaligen Friedhof nördlich der Kirche konnte man durch eine Seiten- Pforte aus romanischer Zeit gelangen. Das Dach des Kirchenschiffs wird durch einen offenen Dachstuhl gebildet, während der Chorraum von doppelten gotischen Kreuzgewölben gedeckt wird.
An den Innenwänden sind  Freskenmalereien aus verschiedenen Epochen erhalten.
Das „letzte Abendmahl“, dessen Fragmente die obere rechte Hälfte der Nordwand einnehmen, stammt aus dem 13. Jh. Die Fresken aus dem 14. Jh. stellen der Reihe nach, von West nach Ost, folgende Heilige dar : Das Gesicht  der Madonna mit einem Teil  ihres Schutzmantels; St. Michael ( darüber die   Jahreszahl 1322 ), und Apostel Johannes t; St. Martin auf dem Pferd vor dem Bettler;  daneben Fragmente von St. Stefan und einem Heigen in Mönchskutte; die Heiligen Stefan, Zeno und Bartholomäus; San Zeno, St. Anna, die Madonna mit Kind; dann eine Kreuzigung und schließlich die Heiligen Benigno, Nicola, Caro, Antonio Abate und Jakobus der Ältere.
Bei den Restaurierungsarbeiten von 1998 sind an der Südwand (von Ost nach West) die Erzengel Michael und Gabriel, St. Bartholomäus und Santa Lucia freigelegt worden.
Die  Fresken im südlichen Halbzwickel des zweiten Triumphbogens, die thronende Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Katharina von Alexandrien und Laurentius, entstanden Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts.