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Geschichte

Der Name Brenzone ruehrt hoechstwahrscheinlich von dem Namen Brenni her, einem germanischen Volk, das sich am Monte Baldo niederliess, um am See Raubzuege zu verueben.
Demnach haben die Roemer bei der Verteidigung ihrer noerdlichen Gebiete die Seeseite eingenommen. Der imponierende Monte Baldo mit seinen steilen Abgruenden lies fuer viele Jahrhunderte keine Kommunikation zu. Die Lebensentwicklung am Fusse des Berges war somit sehr beschwerlich fuer die Bevoelkerung. Dennoch bezeugen roemische Ausgrabungen von Lebensbedingungen unseres Gebietes, wenn auch nur sehr selten. Wichtiges Beispiel ist eine Ausgrabung einer Villa Romana (2004) bei der Kirche von San Zeno von Castelletto, bis jetzt einziges Beispiel von „Residenza lacustre“ auf der oestlichen Gardaseeseite.
Die ersten Dokumente ueber eine Identitaet von Brenzone finden sich in der Haelfte des zwoelften Jahrhunderts. Unter Herrschaft von Friedrich des Grossen entwicklten sich hier die ersten Gemeinden.
Im Mittelalter wurden Brenzone und die Gardaseegebiete von verschiedenen Familien – Scaligeri, Visconti, Carraresi – bis zur Republik von Venedig beherrscht. In dieser Zeit nahmen einige Familien grosse Gebiete ein, davon die Familie von Brenzone „dal lion“, von deren Familienwappen stammen noch heute die Symbole unserer Gemeindewappen.
Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts gab es Probleme Verkehrsverbindungen aufzubauen, da dass Gebiet von Brenzone ein enger Landstreifen mit vielen Schluchten und anderen naturbedingten Hindernissen war. Nur einfache Maultierwege mit engen Natursteinmauern verbanden die zahreichen Weiler, die im Landgebiet von Brenzone verteilt waren. Umso wichtiger waren die Verbindungen ueber den Seeweg fuer Geschaefts- und Familienbeziehungen mit der anderen Seite des Sees.
Vom 18. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gab es keinen Tourismus, die Wirtschaft Brenzones hing von der Erde und dem See ab. Natuerlich kam an erster Stelle die hauseigene Landwirtschaft. Die Olivenernte ist bis heute geblieben, anders als die Seidenraupenproduktion, die damals eine wichtige Bedeutung hatte. Ebensoviel wurde mit Holz gearbeitet, aber auch mit Kohle und Kalk (diese wurden in einer aussergewoehnlichen Formation mit Steinen produziert, die sogenannten „calchere“, die man heute noch in unserem Gebiet findet). Die zahlreichen Almen in unseren Gemeinden zeigen die Wichtigkeit dieser landwirtschaftlichen Einnahmequellen. Ausserdem hatten die Einwohner von Brenzone weitere Einnahmequellen, den Fischfang und die Seefahrt.
1929 wurde die Gardesana gebaut, und damit kam die grosse Veraenderung fuer die Entwicklung und die Wirtschaft von Brenzone und dem Gardasee. Mit dem Tourismus, der vor allem nach dem zweiten Weltkrieg begann, hat sich hier alles radikal veraendert.

Der "Stein von Castelletto"


Vor ungefähr 30 Jahren machte Castelletto sehr von sich reden.
Man fand beim Hausenbau einen fast 2 Quadratmeter grossen Felsblock, der mit hieroglyfenartigen Felseinritzungen bedeckt war.
Es war die eerste authentische 
Mitteilung der Bevölkerung an die Nachwelt, es war eine Nachricht von vor 4500 Jahren Sie berichtet, dass hier am See,
die Bewohner schon ihre Bronzenspeere, 
Schwerter und Äxte hatten und dass die Sonne eine grosse Rolle in Ihrer Religion spielte.
Sie waren also bereits Träger einer weiverbreiteten Mittelmeerkultur.
Heute ist der "Stein von Castelletto" im Gemeindehaus von Brenzone zu bestaunen.

Volkskunde Museum

Im Geburtshaus der Mitbegründerin Madre Maria Domenica Mantovani und des Seligen Giuseppe Nascimbeni, wurde das Museum des Institutes der "Piccole Suore della Sacra Famiglia" eingerichtet. Das Gebäude, im historischen Zentrum von Castelletto, ein Binnenseedorf am Fusse des Baldo, stellt ein interessantes Zeugnis der hiesigen Architektur dieser Uferzone des oberen Gardasees dar. Das Innere, mit Gerätschaften Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhundert ausgestattet, stellt eine typische Wohnung jener Zeit dar und beherbergt charakteristische Utensilien und Arbeitsgeräte: wie Fischerei, Olivenanbau, Viehzucht und Seidenraupenzucht. Das Museum eignet sich auch als Zentrum zur Anregung der Nachforschung und kultureller Begegnungen. Das Institut der Piccole Suore della Sacra Famiglia hat sich um diese Einrichtung bemüht und will damit Madre Maria Domenica Mantovani, dieser vorbildlichen, arbeitsamen Frauenfigur und "Mutter" ein ehrendes Gedächtnis bewahren.

Lehrtitigkeiten
Bei Vormerkung werden angeboten:

• Geführte Besichtigungen

• Nachforschung über Sitten und Gebräuche

• Lichtbilder und Videokassetten

Öffnungszeiten
Mai-September: Samstag und Sonntag von 17.00-20.00 (auf Anfrage)
Oktober-April: auf Vormerkung.
Tel. 045 6598111

 


Wichtige Persönlichkeiten

Der Altag in Brenzone wurde seit eh und je lediglich von kleinen Ereignissen geprägt. Trotzdem sind aus der Gemeinde berühmte Persönlichkeiten mit den verschiedensten Aktivitäten hervorgegangen.

 

1988 wurde von Papst Johannes Paul II. ein Bürger unserer Gemeinde, der Priester Giuseppe Nascimbeni (1851-1922), Gründer des Ordens der "Kleinen Schwestern von der Hl. Familie", selig gesprochen.
Zum Beweis einer tiefen Gläubigkeit unserer Leute weisen wir auch auf don Francesco Angeleri hin, ein Kenner und Vertreter der Lehren des Philosophen Rosmini.
Madre Maria Domenica Mantovani (1862-1934), Gründerin, mit dem Priester Giuseppe Nascimbeni, der "Kleinen Schwestern von der Hl. Familie". Am 27. April 2003 wurde sie von Papst Johannes Paul II selig gesprochen.


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