Der Süsswassefisch nimmt einen Spitzenplatz in der Gastronomie der Gegend ein. Die Typische Gerichte fast alle den Seefisch zu Grundlage: Aal, Gardaseeforelle, Felchen, Hecht, Sardelle . Das gastronomische Spektrum verändert sich in dern Gebirgsgegenden, wo Fleisch, Wildbret, Käse und die Früchte aus dem Unterholz wie Pilze, Trüffeln und Esskastanien im Herbst die Küche prägen. Unten der Fischräriten ist die edle "Gardaseeforelle" , ital. Carpione, eine endemische Lachsart im Gardasee. Ebenfalls keineswegs im Schatten stehen in der hiesigen Küche andere etwas "gemeinere" Fische wie Sardelle, Döbel, Ukeleien, Hechte und Barsche unter vielen anderen.

Gardaseeforelle: Die Gardaseeforelle lebt, wie schon der Name sagt, ausschließlich im tiefen und reinen Wasser dieses Sees. Aus mehreren Gründen ist der Fischfang dieses Exemplars derzeit sehr dürftig. Die Gardaseeforelle hat zwei Laichzeiten: im Winter in den Monaten Dezember und Januar, im Sommer im Juli und August. Sie kann ein Gewicht zwischen 1 und 2 kg erreichen und ernährt sich von Plankton.

Forelle: Die Forelle, wegen ihres kräftigen Geschmacks als Königin des Sees bezeichnet, lebt weit vom Ufer entfernt, in einer Wassertemperatur zwischen 15 und 20°. Die Forelle laicht im November und Dezember im kieshaltigen seichten Gewässer. Der Milchner besitzt eine dunklere Farbe, die an der Unterseite mehr oder weniger schwärzlich ist; die Außenwinkel des Unterkiefers sind ausgeprägter gekrümmt und gleichen einem Widerhaken. Die Forelle kann zwischen 4 und 6 kg wiegen. Sie ernährt sich fast ausschließlich von anderen Fischen.


Aal: Der Aal ist ein gefräßiger Fleischfresser und gräbt sich mit Vorliebe im schlammigen Grund des Sees ein. Er kann tagelang auf dem Trockenen überleben und sich, gleich einer Schlange, auf dem Erdreich fortbewegen. Der Aal laicht in der Sargassosee, in der Nähe der Bermuda-Inseln ab. Sobald er die geschlechtliche Reife erreicht hat bricht er zu seiner langen Reise ohne Wiederkehr auf, um den Rogen abzulaichen, aus dem eine kleine durchsichtige Larve das Licht der Welt erblickt, die sich dann in einen kleinen etwa 6 – 10 cm großen Aal umwandelt. Das ist der Zeitpunkt, in dem die jungen Aale wieder ins ruhige Süßwasser der europäischen Seen und Flüsse zurückkehren.

Königsbarsch: Der Barsch besitzt ein ausgezeichnetes Fischfleisch. Kennzeichnend für ihn ist die stachlige Rückenflosse. Laichzeit ist im April und Mai, wobei der Fisch seinen Rogen auf Wasserpflanzen ablaicht. Er kann bis zu 4 kg schwer werden, aber nicht im Gardasee, dort erreicht er im Höchstfall 2 kg. Er lebt in allen Gewässern mit steinigem Grund.

Felchen oder Renke: Der als Felchen oder Renke bezeichnete Fisch ist durchschnittlich 50 cm lang, hat ein kleines Maul, fast ohne Zähne, und ist silberfarbig. Er ernährt sich fast ausschließlich von Plankton. Seine Laichzeit sind die Monate Dezember und Januar. Während dieser Zeit sind seine Flanken mit einem Hornpanzer, den sogenannten Hochzeitsknöpfen, bedeckt, die beim Milchner ausgeprägter sind. Sie sind speziell am Rücken intensiver gefärbt und die Unterseite weist dunkle Reflexe vor.

Süßwassersardine: Die „Alborella” ist eine bei der hiesigen Bevölkerung wohl bekannte Süßwassersardine. Sie lebt im Schwarm nicht weit vom Ufer entfernt und gut sichtbar, wird maximal 20 cm lang und ernährt sich von Plankton. Laichzeit sind die Frühsommermonate Mai und Juni. Den Rogen laichen die Sardinen nicht weit vom Ufer, im seichten Wasser auf Pflanzen, Sand- oder Kiesboden während der Nacht ab. Aus ihren Schuppen wird die „Orient-Essenz“ gewonnen, die zur Herstellung von künstlichen Perlen dient.

Schleie: Die Schleie kann bis zu 50 cm lang werden. Sie ist grünlich gefärbt, hat sehr kleine Rundschuppen und zwei äußerst kurze Barteln, die ihr bei ihren nächtlichen Raubzügen nützlich sind. Sie ernährt sich von Wasserpflanzen, Würmern und Insekten. Laichzeit ist im Frühsommer – zwischen Mai und Juni – am Südufer des Sees. Dort laicht die Schleie auf Wasserpflanzen ihren Rogen ab. Den Winter verbringt sie hingegen in einer Art Winterschlaf, eingegraben in sumpfigen Grund.

Hecht: Der Hecht hat einen lang gestreckten walzenförmigen Körper, bedeckt von kleinen grün-bräunlichen Schuppen mit gelbem Fleckmuster und einer silberfarbigen Unterseite. Dank seiner Zahnreihen ist er ein aggressiver Raubfisch. Er kann bis zu 2 Metern Länge erreichen. Seine Laichzeit liegt zwischen Februar und Mai, in der Nähe des Ufers und mit seichtem Grund, schattig und möglichst sumpfig oder grasig. Sein Fleisch ist köstlich und wird sehr geschätzt.

Döbel: Der Döbel ernährt sich fast ausschließlich von Würmern, Krustentieren, Insekten, Fröschen und Mäusen. Deshalb wird er von den Fischern als „Saubermann” des Sees bezeichnet. Er laicht zwischen Mai und Juli im Sand oder auf Steinen bzw. fast überall ab. Er kann ein Gewicht bis zu 4 kg erreichen. Sein Fleisch ist zwar ausgezeichnet, aber sehr grätenreich.

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